Topthema: Allergien auf dem Vormarsch

April 2012
Milde Temperaturen lassen Pollenflug frühzeitig beginnen
Jahr für Jahr das gleiche Spiel: Kaum präsentiert sich der lang ersehnte Frühling von seiner sonnigen Seite, sind die Pollen im Anflug. Für Allergiker beginnt damit der Spießrutenlauf. Wenn die Augen tränen, die Nase läuft und sich das Niesen nicht unterdrücken lässt, bleibt oftmals nur der Griff zu Medikamenten. Diese können zwar keine Heilung der Allergie bewirken – wohl aber sind sie in der Lage, die Beschwerden deutlich zu lindern.
Milde Temperaturen sorgen für eine Polleninvasion
Für all diejenigen, die an Heuschnupfen leiden, begann das Jahr weniger gut: Die milden Temperaturen des vergangenen Winters begünstigten eine frühe Blüte und lösten einen sehr zeitigen Pollenflug aus. Derzeit sind es vor allem Hasel und Erle, die für heftige Allergieschübe sorgen. Zum Monatsende hin wird sich erfahrungsgemäß auch die Birke in den Kreis der Übeltäter gesellen. Was diese betrifft, sagen Experten für 2012 eine besonders starke Belastung voraus. Der Grund hierfür liegt nach Auskunft der Europäischen Stiftung für Allergieforschung in der Tatsache verborgen, dass die Bäume im Abstand von zwei Jahren deutlich mehr Pollen freisetzen, als es im Normalfall üblich ist. In biologischen Fachkreisen wird dieses Phänomen auch als Mastjahr bezeichnet. Grundsätzlich sollten sich Menschen, die an einer Allergie leiden, in diesem Jahr auf eine regelrechte Polleninvasion gefasst machen. Zwar führte die im Februar vorherrschende Kälte zu einer vergleichsweise niedrigen Belastung, vor der Tür aber stehen bereits die aggressivsten Pollen des Frühlings. Auch die Gräser stehen bereits in den Startlöchern. Da diese bis in den Herbst hinein blühen, finden Allergiker einen Großteil des Jahrs über kaum Ruhe.
Zahl der Allergien nimmt immer weiter zu
Wie die Europäische Stiftung für Allergieforschung herausfand, steigt die Zahl der Betroffenen kontinuierlich an. Der Grund hierfür ist unbekannt. Schätzungen der Stiftung zufolge hat in etwa vier Jahren jeder Zweite mit mehr oder weniger ausgeprägten Allergien zu kämpfen. Auffällig ist dabei jedoch, dass jeder dritte Betroffene ebenfalls allergisch auf den Verzehr bestimmter Lebensmittel reagiert. Ursächlich hierfür ist die sogenannte Kreuzreaktion: Trägt das fragliche Essen dieselben Allergene in sich wie die Pollen von Bäumen oder Gräsern, so zeigen sich nach dem Verzehr typische allergische Symptome. In diesen Fällen spricht man von pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien.
Medikamente erleichtern die Bewältigung des Alltags
Wenn das Atmen schwerfällt und die Nase permanent läuft, ist die Lebensqualität stark eingeschränkt. Um den Alltag dennoch einigermaßen unbeschwert bewältigen zu können, greifen viele zu speziell hierfür entwickelten Medikamenten. Diese vermögen sich zwar nicht positiv auf den weiteren Verlauf der Allergie auszuwirken – eine weitgehende Linderung der Beschwerden aber ist sehr wohl möglich. Weitere Hintergrundinformationen zu Allergien haben wir für Sie auf unseren Allergie-Infoseiten bereitgestellt. Neuigkeiten zum Thema Allergien können darüber hinaus auch im Allergieforum diskutiert werden.