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Arteriosklerose

Allgemeines

Was ist Arteriosklerose? Umgangssprachlich bezeichnet man Arteriosklerose auch als Arterienverkalkung; es handelt sich um die häufigste Arterienerkrankung, die durch Verhärtung, Verdickung und Elastizitätsverlust der Arterien gekennzeichnet ist. Nach einer Definition der WHO unterscheidet man drei Schweregrade der Arteriosklerose: Stadium I mit leichter Läsion der Arterien ist durch Ausschalten der Krankheitsursachen reversibel in Stadium 0 (normale Arterien) überführbar; Stadium II mit fortgeschrittener Läsion und Ablagerung fibröser Plaques sowie Stadium III mit komplizierter Läsion und manifester Folgekrankheit sind irreversibel. Alle Arterien des Körpers können von der Erkrankung betroffen sein. Arteriosklerose gilt als Risikofaktor für Hypertonie, Angina pectoris, Herzinfarkt und Schlaganfall. Die durch Arteriosklerose verursachte Koronare Herzkrankheit (KHK) zählt zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland.

 

Ursachen

Zur Entstehung von Arteriosklerose können viele verschiedene Faktoren und Krankheiten beitragen, z.B. Toxine, Nikotin, Stress, Alterungsprozesse, Vererbung, Übergewicht, Bluthochdruck, Entzündungen, Hyperlipidämie oder Diabetes. Bei Verschlechterung der Fließeigenschaften des Blutes, z.B. bei Hypercholesterinämie, oder bei Verletzungen der innersten Gefäßwand können sich Blutbestandteile an die Arterienwand anlagern und schließlich Plaques oder Thromben bilden. Die arteriosklerotische Gefäßverengung entsteht durch Ablagerung von Kalk und Cholesterin an den Gefäßwänden oder Thrombenbildung.

 

Symptome

Arterienverkalkung kann längere Zeit symptomlos verlaufen; Symptome sind Folgekrankheiten wie Bluthochdruck, Muskelschmerzen, Erektionsstörungen, Thrombose, Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall. Bei Erkrankung der Beinarterien entsteht die periphere arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit), bei der die Betroffenen wegen Schmerzen beim Gehen laufend Gehpausen einlegen müssen.

 

Diagnose

Durch Angiographie können die Arterien dargestellt und Gefäßverengungen erkannt werden. Zur Beurteilung der Herzkranzgefäße kann eine Ultraschallsonde in die Koronararterien eingeführt werden. Die Halsschlagader kann durch Ultraschall untersucht werden. Ein Belastungs-EKG kann KHK nachweisen. Typisch für Arteriosklerose ist eine hohe Blutdruckamplitude (stark erhöhter systolischer Blutdruckwert und ein überdurchschnittlich hoher Unterschied zum diastolischen Wert).

 

Behandlung

Bei der medikamentösen Behandlung werden CSE-Hemmer (Cholesterin-Synthese-Hemmer) eingesetzt. Damit können Plaques aufgelöst werden bzw. weitere Ablagerungen aus Kalk und Cholesterin an den Gefäßwänden verhindert werden. ASS (Acetyl-Salicyl-Säure) beeinträchtigt die Blutgerinnung und beugt so gegen Thrombenbildung vor. Bei ASS-Unverträglichkeit kann als Ersatz z.B. Clopidogrel verwendet werden. Blutzucker, Blutfette und Blutdruck sollten regelmäßig kontrolliert und falls nötig eingestellt werden. Außerdem sind die Risikofaktoren Übergewicht und Rauchen auszuschalten. Arteriosklerose entsteht häufig durch zu fette und zu reichliche Ernährung. Eine Ernährungsumstellung auf salzarme Kost, die wenig tierische Fette enthält, ist erforderlich. Verwendung eines natriumarmen Salzes für Hochdruckkranke kann dabei helfen. Ausdauersport und Stressbewältigungstechniken runden das Therapieprogramm, das auch zur Vorbeugung eingesetzt werden kann, wirkungsvoll ab. Bei fortgeschrittener Arteriosklerose erfolgt eine operative Behandlung . Mit Hilfe der Ballonangioplastie können verengte Blutgefäße wieder geweitet werden. Dabei wird ein Katheter in das verengte Gefäß eingeführt, an dessen Spitze sich ein Ballon befindet. Unter Röntgenkontrolle wird der Katheter in die richtige Position gebracht. Nicht jede Stenose lässt sich mit der Ballonangioplastie behandeln; dann kann ein Bypass gelegt werden, also eine neue Verbindung der Blutgefäße operativ geschaffen werden. Zur Stärkung des Bindegewebes werden Aminosäurekombinationen, z.B. Lysin-Prolin-Kapseln angeboten, die bei Gefäßerkrankungen, aber auch Erkrankungen des Bewegungsapparats wie Arthrose helfen können. Durch EDTA-Chelat-Therapie können Plaques in den Arterien aufgelöst werden; durch die dabei stattfindende Entgiftung können auch andere Erkrankungen gelindert werden.

 

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