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Allgemeines
Was ist Asthma? Unter Asthma versteht man anfallsweise auftretende Atemnot unterschiedlicher Ursache. Der Begriff Asthma wird meist gleichgesetzt mit Bronchialasthma. Bronchialasthma kann allergisch oder nicht-allergisch bedingt sein; auch Mischformen treten auf. Es handelt sich um eine Atemwegserkrankung, bei der Bronchien und Bronchiolen der Lunge reversibel verengt sind. Vom Bronchialasthma zu unterscheiden ist das Herzasthma, eine Erkrankung des Herzens, bei der durch Herzinsuffizienz eine Blutstauung im Lungenkreislauf und in der Folge Atemnot entsteht.
Ursachen
Bei einem Asthmaanfall tritt eine Verengung der Bronchien durch Anschwellen der entzündeten Bronchialschleimhaut und durch Verkrampfung der Muskulatur in den Wänden der Bronchien ein. Durch Produktion von zähem Schleim werden die Bronchien zusätzlich verstopft. Zu den nicht-allergischen Ursachen von Bronchialasthma zählen Atemwegsinfektionen, psychische Faktoren, Inhalation von Reizstoffen, Analgetika, körperliche Belastung oder auch einfach kalte Luft. Rund 20 Prozent aller Asthmaanfälle werden durch allergische Sofortreaktionen auf den Kontakt mit Pollen, Hausstaubmilben, Mehlstaub oder Nahrungsmittel ausgelöst. Außerdem wird bei Asthmatikern eine angeborene Bereitschaft als wahrscheinlich angenommen. Ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben Raucher, Allergiker und Personen mit chronischer Bronchitis.
Symptome
Asthmakranke zeigen Symptome wie Atemnot, Reizhusten, Hustenreiz, Auswurf von zähem Schleim und rasselnde Atemgeräusche; die Ausatmung ist erschwert und verlängert, die Atemfrequenz erhöht. Schwere Asthmaanfälle treten häufig nachts auf; der Erkrankte sitzt mit Atemnot und Erstickungsangst aufrecht im Bett und hustet zähen Schleim aus. Nicht mit Bronchialasthma zu verwechseln ist COPD, umgangssprachlich als Raucherlunge bezeichnet, obwohl die Symptome sich ähneln.
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose durch Erhebung der Anamnese im Arzt-Patienten-Gespräch, durch körperliche Untersuchungen und durch Lungenfunktionsprüfung. Perkussion (Beklopfen) und Auskultation (Abhören) liefern wichtige Informationen über den Zustand der Lunge; ein hypersonorer Klopfschall weist auf Bronchialasthma hin. Allergisches Asthma wird durch Nachweis erhöhter IgE-Werte im Blut diagnostiziert. IgE steht für Immunglobuline der Klasse E; diese Antikörper führen durch Freisetzung von Histamin zu allergischen Sofortreaktionen. Die Lungenfunktionsprüfung misst Lungenvolumina in Ruhe und unter Belastung. Besonders wichtig ist die Ermittlung der Einsekundenkapazität, also des Lungenvolumens, das innerhalb einer Sekunde maximal ausgeatmet werden kann. Bei Asthmatikern ist die Einsekundenkapazität erniedrigt, da die verengten Bronchien die Ausatmung erschweren. Die Lungenfunktionsprüfung wird in einer Lungen-Facharztpraxis oder in einer Klinik durchgeführt, die über Untersuchungsgeräte wie ein Spirometer verfügt. Bei leichter Asthmaerkrankung kann die Lungenfunktionsprüfung normal ausfallen.
Therapie
Die Therapie besteht in der Vermeidung der Ursachen, die Asthmaanfälle auslösen und in medikamentöser Behandlung. Ein akuter Asthmaanfall wird durch Inhalation bronchienerweiternder Medikamente, sogenannter Sympathomimetika, behandelt. In schweren Fällen verabreicht man Theophyllin und Kortison intravenös. Eine leichte Asthmaerkrankung kann durch Inhalieren von bronchienerweiternden Medikamenten bei Bedarf behandelt werden. Zur Vorbeugung gegen Asthmaanfälle wird die bei allen Asthmatikern bestehende Entzündung der Bronchialschleimhaut durch Inhalation von Kortikoiden als Dauerbehandlung durchgeführt. Bronchienerweiternde Medikamente werden als Reliever, entzündungshemmende Medikamente als Controller bezeichnet. Allergisches Asthma kann durch Hyposensibilisierung oder durch Klimakuren gelindert werden. Sport, besonders Schwimmen, wirkt sich nachweislich positiv auf Asthmaerkrankungen aus; ebenso Atemübungen, Autogenes Training und Yoga. Ein Peak-Flow-Meter ermöglicht Asthmatikern, zu Hause eine Lungenfunktionsprüfung durchzuführen und den Behandlungserfolg zu dokumentieren. Bronchialasthma verläuft bei Erwachsenen meist chronisch; für Asthma bei Kindern dagegen ist die Prognose mit häufig beobachteten Spontanremissionen günstig.
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