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Bluthochdruck

Allgemeines

Was ist Bluthochdruck? Unter Bluthochdruck versteht man eine dauerhafte Erhöhung der Blutdruckwerte auf systolisch mindestens 140mmHg und diastolisch mindestens 90mmHg. Nach dieser Definition leidet jeder vierte Deutsche unter Bluthochdruck. Da die Hochdruckkrankheit über längere Zeit hinweg symptomarm verlaufen kann, wird hoher Blutdruck oft erst dann erkannt, wenn Folgeschäden an anderen Organen, besonders an Herz, Gehirn und Nieren, auftreten. Arterielle Hypertonie kann zu einem lebensbedrohlichen hypertensiven Notfall führen und ist ein Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Als normal bezeichnet man einen Blutdruck von 120/80mmHg. Niedriger Blutdruck ist medizinisch unbedenklich.

 

Ursachen

In den meisten Fällen ist die Ursache für hohen Blutdruck unbekannt; man spricht hier von einer primären oder essentiellen Hypertonie. Als sekundäre Hypertonie wird Bluthochdruck bezeichnet, der durch eine andere Erkrankung (renal, endokrin, kardiovaskulär oder neurogen) oder durch Medikamente (Anti-Baby-Pille) oder Lebensmittel (Lakritze) verursacht wird. Auch durch Schwangerschaft oder durch Schnarchen kann ein Bluthochdruck auftreten.

 

Symptome

Die Symptome der Hochdruckkrankheit können sehr variieren von Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Nasenbluten, Ohrensausen und Dyspnoe bis hin zu Organschäden, Herzinfarkt und Schlaganfall. Beim hypertensiven Notfall mit einem Blutdruck ab 230/130mmHg können Lähmungen und Bewusstlosigkeit auftreten. Der maligne Hochdruck mit einem diastolischen Blutdruckwert von mindestens 120mmHg verläuft unbehandelt innerhalb von zwei Jahren häufig tödlich.

 

Diagnose

Zur Diagnose einer Hochdruckkrankheit muss der Blutdruck bei mindestens drei Blutdruckmessungen zu zwei verschiedenen Zeitpunkten 140/90mmHg oder mehr betragen. Zur Sicherung der Diagnose kann eine 24-Stunden-Langzeitblutdruckmessung durchgeführt werden oder eine Belastungsmessung. Außerdem untersucht der Arzt Blut und Urin, um eine eventuelle Grundkrankheit zu diagnostizieren und lässt EKG, Ultraschall und Röntgenuntersuchungen durchführen. Auf diese Weise klärt der Arzt ab, ob es sich um eine sekundäre Hypertonie handelt, die eventuell heilbar ist und ob bereits Organschäden aufgetreten sind.

 

Behandlung

Das Ziel der Behandlung ist das Senken des Bluthochdrucks auf Normalwerte. Dazu dienen allgemeine Maßnahmen wie Ausdauersport, Stressabbau, Entspannungstechniken und eventuell Gewichtsreduktion auf das Normalgewicht. Die tägliche Zufuhr an Kochsalz sollte maximal vier bis sechs Gramm pro Tag betragen; in vielen Nahrungsmitteln wie Wurst, Käse oder Fertiggerichten können hohe Mengen an verstecktem Kochsalz enthalten sein. Für Hochdruckkranke gibt es spezielles Speisesalz, in dem Natrium teilweise durch Kalium ersetzt ist. Die Ernährung sollte auf fettarme Kost mit reichlich Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen, besonders Magnesium, Kalium und Kalzium, und ungesättigten Fettsäuren umgestellt werden. Alkohol erhöht den Blutdruck durch Beschleunigung der Herzfrequenz und sollte möglichst vermieden werden. Auf Rauchen sollte ganz verzichtet werden. Hochdruckkranken ist vom Besuch einer Sauna abzuraten. Als Medikamente gegen hohen Blutdruck (Antihypertensiva) werden Diuretika, Calciumantagonisten, ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Antagonisten, Vasodilatantien und Sympatholytika wie Betablocker eingesetzt. Bei sekundärem Bluthochdruck wird die Grundkrankheit behandelt. Gegen Bluthochdruck infolge von langanhaltendem psychischem Stress können Baldrianpräparate helfen, außerdem können Mistelpräparate und Schwarzkümmelöl zur Blutdrucksenkung beitragen. Als Hausmittel wird bei Hochdruck Tee aus Herzgespannkraut oder aus Olivenblättern empfohlen, außerdem können eine Vielzahl homöopathischer Mittel gegen Hochdruck eingesetzt werden, wie Kalmus oder Allium.

 

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