Thema: Chiropraktiker

 Im Laufe eines Lebens verrenkt, oder verlegt sich fast jeder Mensch ein- oder mehrmals. Hieraus entstehen oftmals Rückenschmerzen, wobei circa acht Millionen aller Betroffenen unter chronischen Rückenschmerzen leidet. Diesem Leiden kann eine Chirotherapie Abhilfe schaffen.
Der Begriff „Chiropraktik“ leitet sich von den altgriechischen Begriffen für „Hand“ und „Tätigkeit“ ab, was soviel bedeutet, wie "Heilen mit Händen". Somit stellt Sie eine alternativmedizinische Behandlungsmethode dar. Kurz gesagt gilt es, die schmerzfreie Bewegbarkeit der Gelenke wieder herzustellen.
Das Aufgabenfeld eines Chiropraktikers, oder eines Osteopath, dessen Tätigkeitsfeld sehr ähnlich ist, ist breit gefächert. Hauptsächlich gilt er, wie jeder Heilberufler, als Gesundheitsfürsorger, welcher die Gesundheitsbedürfnisse der Bevölkerung abzusichern vermag. Die Chiropraktik untersucht die Beziehung zwischen der Struktur und der Funktion des menschlichen Körpers. Die Ausbildung erfolgt schwerpunktmäßig im orthopädischen beziehungsweise neurologischen Bereich, was es dem Chiropraktiker ermöglicht, Röntgenbilder korrekt zu analysieren, insbesondere denen der Wirbelsäule, sowie eine Behandlung des gesamten Bewegungsapparates vorzunehmen. Die Heilung erfolgt durch einen sanften, jedoch gezielten Druckimpuls, um die geschädigten Kompensationsmechanismen des Körpers wiederherzustellen. Ziel und Zweck dieser Druckausübung ist es, den gestörten Informationsfluss vom und zum Gehirn hin, welcher zu gesundheitlichen Problemen führt, zu beheben. Die Chiropraktik beeinflusst demzufolge das gesamte Nervensystem.
Chiropraktiker kann werden, wer Arzt (mit spezifischer Ausbildung), oder Heilpraktiker ist, in den USA oder England ein vier- bis siebenjähriges Studium absolviert hat, oder in Deutschland ein Studium an der Chiropraktiker-Verbandschule erfolgreich bestanden hat.
Der Begründer der Chiropraktik war der im Jahre 1913 verstorbene Daniel David Palmer. Aufgrund eines Vorfalls in seinem Bekanntenkreis, wobei ein Mann über Gehörlosigkeit klagte, nachdem er sich einen Wirbel am Rücken eingeklemmt hatte, entschied sich Palmer die Chiropraktik ins Leben zu rufen. Er half dem Mann, indem er dessen Wirbel wieder einrenkte und jener daraufhin wieder hören konnte. In Deutschland erlangte die Chiropraktik erst nach dem Zweiten Weltkrieg Bekanntheit.
Die Kosten für eine Chirotherapie werden gegenwärtig von kaum einer Krankenkasse übernommen. Es empfiehlt sich jedoch, falls ein Chiropraktiker in Anspruch genommen werden soll, eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker abzuschließen. Liegt diese vor, können die Kosten zum Großteil erstattet werden.
Die Chirotherapie ähnelt auf den ersten Blick stark der Physiotherapie, da bei beiden Therapiearten Störungen des Bewegungsapparates behandelt werden. Jedoch behandelt der Physiotherapeut seinen Patienten erst auf Anordnung eines Chiropraktikers, oder anderer Ärzte, da er über kein medizinisches Studium verfügt. Zudem werden physiotherapeutische Leistungen häufig von den Krankenkassen übernommen.
Weiterhin kann die Chirotherapie ebenfalls beim Pferd, oder für Hunde eingestzt werden, um sie von ihrem Leiden zu befreien.
 
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