Thema: Drogensucht

 

Allgemeines

Was ist Drogensucht? Unter Drogensucht versteht man eine Abhängigkeit vom Konsum einer psychotropen Substanz, genauer einer illegalen Droge wie Opiaten (Opium, Morphium, Heroin), Kokain, Designer-Drogen (Ecstasy, Speed) oder Halluzinogenen (Cannabis, LSD, Meskalin). Eine psychotrope Substanz hat aufputschende bzw. beruhigende Wirkung, erzeugt Rauschzustände oder Halluzinationen oder kann Glückgefühle und Euphorie hervorrufen. Drogensucht Anzeichen sind starkes Verlangen nach Konsum der Droge, Kontrollverlust über das Konsumverhalten, Einengung der Interessen auf Beschaffung und Konsum der Droge, Toleranzentwicklung und Entzugserscheinungen bei veringertem Konsum. Häufig treten bei Drogensucht Begleiterkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Psychosen auf. In Deutschland gibt es jedes Jahr mehr als 1000 Drogentote. 

 

Ursachen

Die Ursachen für Drogensucht sind vielfältig; man geht von einer genetischen Disposition für Drogenabhängigkeit, von Umwelteinflüssen, von psychologischen Faktoren (Sucht als Suche nach Liebe, Glück, Sicherheit) und von neurobiologischen Faktoren aus. Durch Drogenkonsum ändert sich die Struktur des Gehirns, es werden neue Verknüpfungen gebildet; die Anzahl der Rezeptoren für die Drogen erhöht sich. Dadurch entsteht Toleranz gegenüber der Droge, d.h. um einen bestimmten Effekt zu erzielen, muss die Dosis laufend gesteigert werden.SymptomeSymptome für Drogensucht sind starkes Verlangen nach dem Konsum der Substanz, Toleranzentwicklung, Vernachlässigung anderer Interessen, Entzugserscheinungen, die durch Konsum der Droge bekämpft werden, Kontrollverlust über das Konsumverhalten, Konsum der Droge trotz bekannter negativer Folgen. Einige Drogen führen auch zu körperlichen Folgeschäden, z.B. Heroin zu Hautjucken, Atemnot etc.

 

Diagnose

Drogen können im Urin nachgewiesen werden, häufig mit einfachen Tests durch Drogenteststreifen. Auch bei Bluttests sind Drogen nachweisbar. Die Haaranalyse kann auch Auskunft über Zeitpunkt und Dauer des Drogenkonsums geben. Außerdem gibt es Fragebogen, anhand derer das Abhängigkeitsverhalten eingeschätzt werden kann. Solche Fragebogen sind auch im Internet als Selbsttest erhältlich.

 

Behandlung

Ziel der Therapie ist völlige Abstinenz von der Droge. Die Behandlung gliedert sich in verschiedene Phasen; die erste davon ist der körperliche Entzug bzw. die Entgiftung. Entzugssymptome können etwa eine Woche lang anhalten. Beim Entzug von Opiaten wird häufig eine Substitutionstherapie mit Methadon durchgeführt. Daneben gibt es Medikamente gegen Abhängigkeitssymptome wie Clofenciclan. Die zweite Behandlungsphase besteht in Psychotherapie, zum Teil als Langzeittherapie. Häufig eingesetzte Therapieformen sind Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie und Hypnosetherapie. Die Mitbehandlung von Angehörigen ist meist Bestandteil der Therapie. Außerdem wird die aktive Teilnahme an Selbsthilfegruppen empfohlen, die nach dem Zwölf-Schritte-Programm vorgehen. Hilfe für Drogensüchtige bieten Drogenberatungsstellen, Psychosoziale Beratungsstellen und Suchtberatungsstellen. Zur Verbesserung des körperlichen Zustands wird die Zufuhr von hochdosiertem Vitamin C empfohlen. Einige homöopathische Mittel, die bei Drogensucht empfohlen werden, sind Avena sativa (Hafer) und Arsenicum (Arsen), beide in D3 oder D6. Gegen körperliche Entzugssymptome von Opiatsüchtigen kann Opium in C30 oder C200 eingesetzt werden. Wichtig ist vor allem die Prävention von Drogensucht, die durch Aufklärung über Wirkungen und Gefahren des Drogenkonsums informiert, eine Stärkung der Persönlichkeit und Alternativen zum Substanzkonsum, z.B. Auspowern beim Sport. 

 
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