Thema: Durchfall

 

Durchfall

Definition
Als Durchfall (= Diarrhö) wird die gehäufte Entleerung ( mehr als 3-mal täglich) wässriger oder breiiger Stühle bezeichnet. Vor einer Therapie sollte nach Möglichkeit die Ursache für den Durchfall bekannt sein, da eine Anwendung von stopfenden Arzneimitteln nicht unbedingt vorteilhaft ist. Es gibt zwei Arten von Durchfall 1. akuter Durchfall 2. chronischer Durchfall

Ursachen für akute Durchfälle z.B. :
• Infektionen, die durch Bakterien ( Staphylokokken oder Salmonellen) verursacht werden.
• Reisedurchfall: die Infektion wird hauptsächlich durch Escherichia coli Bakterien verursacht
• Auch Medikamente können für Durchfälle verantwortlich sein, denn viele Menschen leiden während der Einnahme von Medikamenten unter Durchfall, dies gilt hauptsächlich für Antibiotika, welche die Darmflora angreifen oder zerstören können. Nach Beendigung der medikamentösen Therapie, klingt auch der Durchfall in der Regel wieder ab.
• Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten können Durchfälle verursachen z.B. bei einer Laktose-Intoleranz. Bei einer Laktose-Intoleranz fehlt dem Menschen das Enzym Laktase, das dem Darm hilft die Milchprodukte zu verdauen. Unverdaute Milchbestandteile verursachen akuten Durchfall.

Von chronischem Durchfall spricht man in der Regel, wenn länger als 14 Tage Durchfall Symptome bestehen. Die wichtigsten Ursachen sind:
• Reizdarm-Syndrom: ist eine ungefährliche Reizung des Darms
• Chronische Darmentzündung (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
• Chronische Darminfektion z. B. durch Parasiten
• Missbrauch von Abführmitteln

Symptome
wässrig, breiige Stühle, können auch blutig sein. Zusätzlich können Blähungen, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen auftreten.

Diagnose bei akutem Durchfall: Untersuchung des Stuhls auf Krankheitskeime oder auch Blut, Laboruntersuchung des Blutes auf erhöhte Entzündungswerte oder auch Keime.
Diagnose bei chronischen Durchfall: Darmspiegelung, Ultraschall des Bauchs, Magenspiegelung inklusive Dünndarmspieglung.

Therapie bei akuten Durchfall
An erster Stelle steht der Ausgleich der Wasser-und Elektrolytverluste z.B. mit Oralpädon (WS: Glucose, NaCl, KCL, Natriummonohydrogencitrat). Es ist sehr wichtig das man bei Durchfall viel trinkt. Wichtig: Kalorien raus, Flüssigkeit rein!
Stopfende Medikamente sind dann sinnvoll um größere Wasser-und Elektrolytverluste zu vermeiden. Z. B. mit Aktivkohle, Apfelpektin oder auch Uzara Lösung N ( WS: Uzarawurzeltrockenextrakt).
In der Selbstmedikation ist Imodium akut (WS: Loperamid) für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren zur symptomatischen Behandlung von Durchfall zugelassen. Bei Besserung sofort absetzen und nicht länger als 2 Tage einnehmen.

 
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