Drucken

Fußpilz

Allgemeines
Was ist Fußpilz? Unter Fußpilz oder Dermatomykose versteht man eine Infektionskrankheit der Haut, die durch Dermatophyten (Hautpilze) verursacht wird. Dermatophyten sind Fadenpilze, die sich von Kohlehydraten und Keratin ernähren. Betroffen sind meist die Zehenzwischenräume, selten breitet sich ein Fußpilz auch auf die Fußsohlen aus.


Ursachen
Fußpilz kann durch Kontakt mit erkrankten Personen oder durch Benutzung infizierter Gegenstände übertragen werden. Die Ansteckung erfolgt häufig in öffentlichen Räumen wie Schwimmbädern, Duschen, Saunen oder Hotels. Bei guter Abwehrlage kann der Ausbruch der Erkrankung verhindert werden. Ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht für Personen mit Durchblutungsstörungen, mit Diabetes mellitus und mit Immunschwäche (HIV, Chemotherapie). Durch feucht-warmes Klima, z.B. in engen Schuhen wird die Mykose gefördert.


Symptome
Die Infektion beginnt unauffällig mit Juckreiz, meist in den Zehenzwischenräumen. Im weiteren Verlauf entstehen weiße Bläschen, die Haut wird trocken und schält sich; Schuppung und blutende Risse sind zu beobachten. Auch nässende Stellen können auftreten. Die betroffenen Hautareale entzünden sich und verursachen Schmerzen. Unbehandelt breitet sich die Erkrankung aus und kann zu Fußnagelpilz führen. Im Internet findet man Bilder der Symptome einer Fußpilzerkrankung.
 

Diagnose
Der Hausarzt oder Hautarzt betrachtet die Haut unter einer UV-Lampe und entnimmt Hautschuppen zur mikroskopischen Untersuchung. Unter dem Mikroskop sind die Hyphen der Dermatophyten deutlich erkennbar. Zur Abklärung der Pilzart kann der Arzt eine Kultur anlegen. Andere Ursachen wie Allergien oder Durchblutungsstörungen sind durch Zusatzuntersuchungen auszuschließen.


Therapie
Zur lokalen Selbstbehandlung gibt es eine Reihe von rezeptfreien Anti-Pilzmitteln in Form von Puder, Salben, Gel, Sprays oder Tabletten. Diese Mittel enthalten meist Clotrimazol oder Bifonazol als fungizides Medikament. Die Behandlung sollte auch nach Abklingen der Symptome fortgesetzt werden, um einen Rückfall zu verhindern. Ein sehr wirksames Hausmittel gegen Fußpilz ist Knoblauch, roh gegessen oder als Knoblauchsaft eingenommen. Wegen der Geruchsbelästigung empfiehlt sich jedoch die Verwendung eines geruchlosen Knoblauchpräparats zur innerlichen Anwendung, z.B. Knoblauchkapseln. Mit einer Knoblauchzehe kann man befallene Hautpartien einreiben. Auch ein Fußbad mit Apfelessig ist ein bewährtes Hausmittel; Essig lindert den Juckreiz und wirkt anti-mykotisch, da Dermatophyten einen basischen pH-Wert bevorzugen. Nach dem Fußbad sollte man die Füße sehr gründlich trocknen, z.B. mit einem Fön. Einreiben der Haut mit Teebaumöl wirkt ebenfalls gut gegen Hautpilze und gegen Nagelpilz. Zu den bewährten Hausmitteln gehört auch Backpulver, das mit Wasser zu einer dicken Paste verrührt und auf die befallenen Stellen aufgetragen wird. Außerdem kann man mit Homöopathie gegen Fußpilz vorgehen; geeignete Mittel sind Kalium chloratum und Kalium phosphoricum in einer D6 bis D12. Da der Ausbruch einer Pilzinfektion durch eine starke Immunabwehr verhindert werden kann, empfiehlt sich zusätzlich eine Stärkung des Immunsystems z.B. mit Präparaten, die Echinacea-Extrakte (Roter Sonnenhut) enthalten oder durch Zufuhr von hochdosiertem Vitamin C. Hygiene ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Therapie. Socken, Handtücher und Waschlappen sollten desinfiziert werden, ebenso der Boden des Badezimmers und der Dusche. Jedes Familienmitglied sollte eigene Handtücher und Instrumente zur Fuß- und Nagelpflege benutzen.

 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren