Thema: Gastritis

 

Allgemeines
Unter der Gastritis bezeichnet man eine Magenschleimhautentzündung, die vor allem im fortgeschrittenen Alter häufig auftritt. Diese kann entweder chronisch oder akut sein, also plötzlich auftreten. Nicht verwechseln sollte man eine Gastritis mit dem Reizmagen.
Man unterscheidet drei Formen der Gastritis: während Typ A vorwiegend den Magenkörper betrifft, tritt Typ B meist im hinteren Magenabschnitt auf. Typ C wiederum betrifft meist den sogenannten Magenpförtner.
Eine ebenfalls weit verbreitete Form der Magenerkrankung ist die gastroenteritis, im normalen Sprachgebrauch auch häufig als Brechdurchfall bezeichnet.

Ursachen
Rauchen und der übermäßige Genuss von Alkohol können ebenso zu einer akuten Gastritis führen wie die Einnahme bestimmter Medikamente. Auch Lebensmittelvergiftungen können der Auslöser für diese Erkrankung sein. Selbst bei Stress oder in Schocksituationen ist die Magenschleimhautentzündung häufig die Folge.
Bei der chronischen Gastritis wiederum ist in den meisten Fällen die Infektion mit bestimmten Bakterien der Hauptauslöser.

Symptome
Eine Gastritis geht meist einher mit Magenschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Ein unangenehmer Geschmack im Mund wird von den meisten Patienten beschrieben. Besonders auf Druck reagiert der Bauch empfindlich. Wird die Gastritis nicht erfolgreich behandelt, kann diese sich schlimmstenfalls zu einem Magengeschwür entwickeln. Bei Magenblutungen oder gar einem Magendurchbruch sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.
Die chronische Form der Gastritis wiederum verursacht kaum Beschwerden.

Diagnose
Einzig eine Magenspiegelung gibt Aufschluss darüber, ob es sich tatsächlich um eine Gastritis handelt. Bei dieser Untersuchung wird ein Endoskop in den Mund eingeführt - so kann der gesamte Bauchraum gut eingesehen werden. So können auch andere Erkrankungen wie ein Magengeschwür oder Magenkrebs ausgeschlossen werden.

Therapie
Die Therapie der Gastritis richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Eine Diät hilft bei einer akuten Gastritis meist bereits recht gut. Die Ernährung sollte möglichst magenfreundlich, das heißt fettfrei, sein. Auf Kaffee und Alkohol sollte bei einer Gastritis ebenso verzichtet werden wie auf das Rauchen von Zigaretten.
Auch Medikamente mit säurehemmenden Eigenschaften haben sich bei einer Gastritis gut bewährt.
Die rechtzeitige Behandlung einer akuten Gastritis ist darum so wichtig, da sich diese Erkrankung bei zu später Behandlung schnell zu einer chronischen Gastritis entwickeln. Bei dieser sind die Chancen auf Heilung weitaus geringer und erfordern mehr Geduld als bei der akuten Magenschleimhautentzündung.

 
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