Thema: Heilpraktiker
Vorraussetzungen
Ist man an Naturheilkunde interessiert, bereits in therapeutischen Verfahren ausgebildet, möchte im Gesundheitswesen neue Perspektiven anstreben, dann ist die Ausbildung zu diesem interessanten Beruf genau das Richtige! Man besitzt die staatliche Genehmigung zur Ausübung der Heilkunde und muss beim zuständigen Gesundheitsamt registriert sein.
Außerdem muss man mindestens 25 Jahre sein, geistig und körperlich geeignet, nachweisbar durch ein ärztliches Attest. Auch ein polizeiliches Führungszeugnis, ein einwandfreier Leumund ist eine wichtige Voraussetzung.
Es ist ein ganzheitlicher Beruf und im Mittelpunkt steht der Mensch. In der Medizin gibt es starke Spezialisierungen, der Arzt konzentriert sich auf seinen Bereich. Der Heilpraktiker verschafft sich einen Überblick über den ganzen Patienten und trägt eine ähnliche Verantwortung wie der Arzt! Er empfiehlt eine Behandlungsmethode, die die Schulmedizin ergänzt, darauf kann nicht verzichtet werden, denn Arzt und Heilpraktiker müssen miteinander kooperieren!
Der Heilpraktiker benötigt kein Studium, jedoch sehr fundierte Kenntnisse in Anatomie, Physiologie und Krankheitsbilder.
Ausbildung
Schulische Voraussetzung ist mindestens der Hauptschulabschluss. Eine amtliche Erlaubnis zur Ausübung der Naturheilkunde erhält man vom örtlichen Gesundheitsamt.
Auch ein Präsenzstudium an einer Tagesschule ist möglich sowie ein Fernstudium von zu Hause aus. Dies ist möglich zur Vorbereitung auf die Heilpraktikerprüfung für Naturheilkunde an der Deutschen Heilpraktikerschule.
Heilpraktikerschulen sind Ausbildungsstätten für Praktiker der naturheilkundlichen Medizin und der Psychotherapie.
Außerdem kann der zukünftige Heilpraktiker in ein bis drei Jahren in einem Teilzeitstudium an einer Abend- oder Wochenendschule alle Kenntnisse erlangen.
Sie können ihre Ausbildung zusätzlich mit staatlich zugelassenen Fachrichtungen kombinieren. Dazu zählen Akupunktur, Ernährungsmedizin, Heilpflanzenkunde, klassische Homöopathie und Psychotherapie.
Bei der Amtsarztprüfung müssen Infektionskrankheiten unbedingt beherrscht werden, nicht nur auswendig lernen, sondern verstehen, wie und was im menschlichen Organismus abläuft! Für die Amtsarztprüfung sind weitere Themen wichtig. Dazu gehören Gesetzeskunde, Mikrobiologie, Allgemeine Pathologie, Blut, Herz-Kreislauf, Verdauungssystem, Atmung-Niere-Blase, Nervensystem, Bewegungsapparat.
Osteopathie
Bei der Osteopathie erkennt der Praktiker tatsächliche Bewegungs- und Funktionsstörungen des menschlichen Körpers.
Dazu zählen: Funktionsstörungen der Wirbelsäule und der Extremitäten, Migräne, Schwindel, Kopfschmerzen, erhöhter Augendruck, Verdauungsstörungen.
Mit den Händen hilft der Heilpraktiker in seiner Naturheilpraxis Funktionsstörungen zu beheben, Beschwerden zu lindern.
Homöopathie
Homöopathie ist die Lehre vom Gesundwerden und Gesundbleiben und basiert auf die Selbstheilungskräfte des Körpers. Das Ziel der Homöopathie ist die Anregung der selbstregulatorischen Heilkräfte und Arzneimittel werden in bestimmter Weise aufbereitet. Kranke werden mit Mitteln behandelt, die bei Gesunden ähnliche Krankheitserscheinungen hervorrufen würden. Homöopathie kann akute Erkrankungen verhindern, chronische Schmerzen lindern, Infektionen und seelische Verletzungen schneller heilen und unterstützt notwendige schulmedizinische Therapien. Dachverband
Im Dachverband Geistiges Heilen e.V.(DGH) haben sich Heiler, Heilverbände, Ärzte und Heilpraktiker zusammengeschlossen. Ziel ist es, Heilung zu fördern, Selbstheilungskräfte anzuregen, Menschen zu ermutigen, zu unterstützen, auch geistig-spirituelle Heilbehandlungen werden durchgeführt.
Interessante Links zum Thema
Eine Ausbildung zum Heilpraktiker kann man z.B. in speziellen Weiterbildungseinrichtungen durchführen, wie dieser: Weiterbildung Heilpraktiker Psychotherapie
























