Thema: Keuchhusten

 

Allgemeines
Keuchhusten ist eine bakterielle Infektionskrankheit mit krampfartigen Hustenanfällen, die sich über mehrere Wochen hinziehen. Der medizinische Fachbegriff ist Pertussis. Betroffen sind die Atemorgane, d.h. Nase, Rachen, Luftröhre und Lunge. Keuchhusten ist sehr ansteckend und ist in einigen Bundesländern meldepflichtig.

Ursachen
Der Erreger von Keuchhusten ist das Bakterium Bordetella pertussis. Es befällt die Schleimhäute der Atemwege und vermehrt sich dort. Das Bakterium stellt Eiweißstoffe her, die im Körper toxisch wirken und das Immunsystem schwächen. Beim Sprechen, Niesen oder Husten werden die Erreger in die Luft abgegeben, was zu einer Übertragung der Krankheit auf andere Menschen führen kann. Wer schon mal an Keuchhusten erkrankt war, ist für einige Jahre immun dagegen.

Symptome
Keuchhusten verläuft in drei Abschnitten. Im Stadium catarrhale zeigen sich Schnupfen, Husten und Fieber. Dieses Stadium dauert etwa 1-2 Wochen und während dieser Zeit besteht die größte Gefahr einer Übertragung auf andere.
Danach folgt das Stadium convulsivum, in dem die typischen heftigen Hustenanfälle auftreten. Der Patient hustet manchmal bis zum Erbrechen. Nach den Hustenattacken kommt es zu keuchenden Atemgeräuschen, die durch das Einsaugen der Luft durch die verkrampften Stimmlippen entstehen. Nachts sind die Beschwerden schlimmer als tagsüber. Dieser Abschnitt dauert zwischen 2 und 6 Wochen.
Das 3. Stadium zieht sich über 6 bis 10 Wochen hin und ist die Erholungszeit, das Stadium decrementi. Die Symptome lassen langsam nach, der Patient erholt sich.

Diagnose
Keuchhusten kann man zunächst durch die charakteristischen Symptome erkennen. Der Erreger lässt sich durch einen Sekretabstrich aus dem Rachenraum nachweisen, allerdings ist diese Methode nicht sicher, da das Bakterium in trockenem, kühlen Milieu leicht abstirbt. Eine aufwändige und teure Methode ist die Polymerasekettenreaktion (PCR), mit welcher man das Erbmaterial des Erregers erkennt. Im Stadium convulsivum ist die Diagnose durch im Blut vorhandene Antikörper möglich.

Therapie
Erkennt man Keuchhusten in einem frühen Stadium, hilft ein Antibiotikum. Ist die Krankheit mit ihren Symptomen schon ausgebrochen, so kann das Antibiotikum lediglich die Ansteckungsgefahr verringern. Ansonsten hilft Ruhe, Aufnahme von reichlich Flüssigkeit und ein kühles, feuchtes Raumklima.

Impfung
Für Keuchhusten existiert eine Impfung, die ab dem 3. Lebensmonat verabreicht werden kann und dann öfters wiederholt werden muss, um eine Grundimmunisierung zu erreichen. Der Impfstoff besteht heute nur noch aus den Oberflächenstrukturen des Bakteriums und ist gut verträglich. Die Keuchhusten Impfung ist eine aktive Immunisierung, d.h. der Impfstoff regt den Organismus dazu an, Antikörper zu produzieren.

Interessante Links
RKI.de > Steckbrief "Keuchhusten" des Robert-Koch-Institutes
RKI.de > Pertussis-Informationen des Robert-Koch-Institutes

Robert-Koch-Institut (RKI)
Das "Robert Koch-Institut" ist das Bundesinstitut für "Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten". Es befindet sich in Berlin und ist direkt dem "Bundesministerium für Gesundheit" unterstellt.
Auf seiner Homepage stellt es umfangreiche, aktuelle und zuverlässige Informationen zu Infektionskrankheiten und Imfempfehlungen bereit.

 
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