Thema: Laktoseintoleranz
Allgemeines
Von einer Laktoseintoleranz - diese wird umfangssprachlich auch als Milchzuckerunverträglichkeit bezeichnet - ist der vor allem der Dickdarm betroffen. Normalerweise wird in diesem die in der Milch befindliche Laktose durch das im Körper befindliche Enzym Laktase aufgespalten. Während bei Säuglingen Laktose problemlos aufgespalten werden kann, verlieren circa zehn Prozent der Erwachsenen das Enzym Laktase, was dann in einer Laktoseunverträglichkeit resümiert.
Diagnose
Genau wie bei einer Fructoseintoleranz stehen einem Arzt verschiedene Möglichkeiten zur Durchführung eines Laktoseintoleranztestes zur Verfügung. Dazu zählen beispielsweise der Blutzucker-Laktose-Test und der H2-Atemtest. Beim ersteren Laktoseintoleranztest wird dem Patienten 50 g in Wasser aufgelöste Laktose verabreicht. Innerhalb von 30 Minuten werden sechs Blutentnahmen durchgeführt. Steigt daraufhin der Blutzuckerwert nicht über 20 mg/dl an, wird von einer Laktoseintoleranz ausgegangen.
Beim H2-Atemtest wird die Wasserstoffmenge nach der Einnahme einer Laktosemischung im Atem gemessen, deren Menge sich durch die fehlende Aufspaltung der Laktose im Körper erhöht. Auch anhand dieser Kriterien kann eine Laktoseintoleranz zweifelsfrei festgestellt werden.
Wer befürchtet, unter einer Laktoseunverträglichkeit zu leiden, sollte ein Verzehrtagebuch führen. Hierin soll genau aufgeführt werden, wann Beschwerden im Verdauungstrakt auftreten und was zuvor gegessen wurde. Zu den laktosereichen Produkten gehören unter anderem Milch, Quark, Süßmolke, einige Käsesorten und Margarine.
Symptome
Symptome für eine Laktoseintoleranz sind krampfartige Beschwerden nach den Mahlzeiten und vermehrter Durchfall. Dieser kann als weitere Folgen Abgeschlagenheit, Erschöpfung und psychische Probleme mit sich bringen. Da auch die Versorgung des Körpers mit wichtigen Nährstoffen unter dem Durchfall leidet, kann sich der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten, wenn eine Laktoseunverträglichkeit über einen längeren Zeitraum unbemerkt bleibt, rapide verschlechtern. Durch den häufigen Durchfall kann es auch zu sehr unangenehmen Hämorrhoiden im Analbereich kommen, die medikamentös behandelt werden müssen.
Therapie
Wer vermutet, unter einer Laktoseunverträglichkeit zu leiden, sollte schnellstmöglich auf laktosehaltige Produkte weitestgehend verzichten und seinen Hausarzt konsultieren. Dieser wird gegebenenfalls auf einen Laktoseintoleranztest zurückgreifen oder auch ohne diesen Test dazu raten, auf laktosehaltige Produkte zu verzichten. Mittlerweile gibt es einige Hersteller laktosefreier Milch und Milchprodukte, wie zum Beispiel Quark, Kräuterquark, Joghurt und Puddings.
Eine Laktoseintoleranz wird zuerst mit einem Verzicht sämtlicher laktosehaltiger Produkte therapiert. Wenn man zum Beispiel als Gast bei Veranstaltungen oder Freunden doch einmal Laktose zu sich genommen hat, sollte man dem Körper Laktase in Tablettenform zuführen. Diese spaltet dann die Laktose problemlos im Darm auf. Peu a peu kann man dann nach Rücksprache mit dem Hausarzt versuchen, auch laktosehaltige Produkte wieder auf den Speiseplan zu setzen, um den Körper an die Laktose zu gewöhnen.
























