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Lupus erythematodes |
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Allgemeines Was ist Lupus erythematodes? Unter Lupus erythematodes versteht man eine Autoimmunerkrankung, bei der vor allem die Haut und das Gefäßbindegewebe innerer Organe, wie der Nieren, betroffen ist. Durch Entzündung der Gefäße werden auch die Organe geschädigt. Alle Organe können von der Entzündung betroffen werden, d.h. die Erkrankung ist systemisch. Systemischer Lupus erythematodes (SLE) ist eine Form der Kollagenosen, d.h. der entzündlichen Autoimmunerkrankungen des Bindegewebes, die vor allem bei jungen Frauen vorkommt. Auch das Sjögren-Syndrom ist eine Autoimmunerkrankung, und zwar gegen exokrines Drüsengewebe. Unter dem Sammelbegriff "Sklerodermie" werden Autoimmunerkrankungen des Gefäß- und Bindegewebssystems zusammen gefasst. Ursachen Die Lupuskrankheit entsteht durch eine Autoimmunreaktion, also eine Fehlreaktion des Immunsystems, bei der gegen körpereigenes Gewebe, besonders gegen die DNA in den Zellkernen, Autoantikörper gebildet werden. Die Autoantikörper lagern sich zusammen mit Zellbestandteilen in Gefäßen ab. Dadurch wird eine chronische Entzündung der Gefäße (Vaskulitis) vor allem in der Haut, in den Nieren und im Nervensystem hervorgerufen. Die Ursachen sind noch unbekannt; man nimmt genetische Einflüsse, hormonelle Einflüsse (u.a. Anti-Baby-Pille), Infektionen und UV-Strahlung als mögliche Ursachen an. Symptome Bei systemischem Lupus erythematodes können sehr unterschiedliche Symptome auftreten. Die Erkrankung beginnt meist mit Allgemeinsymptomen wie Fieber, Gewichtsverlust, Erschöpfung und Lymphknotenschwellungen. Typisch für Lupus erythematodes sind Hautausschläge, vor allem eine schmetterlingsförmige Hautrötung im Gesicht, das Schmetterlingserythem. Die Erkrankten sind lichtempfindlich, können einen kreisrunden Haarausfall (Alopezia areata) und Schleimhautulcera entwickeln und unter Gelenkbeschwerden wie Schmerzen und Schwellungen sowie unter Muskelschmerzen leiden. Ist das ZNS mitbetroffen, können Kopfschmerzen, Krämpfe oder Psychosen auftreten. Weitere Symptome können Veränderungen des Blutbilds sein (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie), aber auch Erkrankungen von Nieren, Lunge und Herz-Kreislauf wie Nephritis, Niereninsuffizienz, Pleuritis, Endokarditis, Perikarditis und Hypertonie. Diagnose Wenn mehrere der genannten Symptome gleichzeitig auftreten, stellt der Arzt die Verdachtsdiagnose Lupus erythematodes. Durch Ultraschalluntersuchungen und Nachweis der Autoantikörper im Blut kann die Diagnose gesichert werden. Außerdem findet man bei Bluttests eine erhöhte Blutsenkung, Entzündungszeichen und hämatologische Veränderungen wie Verringerung der Anzahl der Erythrozyten und Thrombozyten, sowie die Komplementfaktoren C3 und C4. Wenn die Nieren geschädigt sind, erkennt man dies an Eiweiß im Urin (Proteinurie), Erythrozytenzylinder und Bluthochdruck. Bei histologischer Untersuchung einer Hautprobe fallen die abgelagerten Immunkomplexe auf. Behandlung Die Lupuskrankheit ist noch nicht heilbar. Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und nach den befallenen Organen. Ziel ist eine Linderung der Beschwerden. Da SLE eine Autoimmunerkrankung ist, stellt Immunsuppression einen wesentlichen Bestandteil der Behandlung dar. Dazu werden Medikamente wie Glukokortikoide, Cyclophosphamid, Azathioprin, Chloroquin und Hydroxychloroquin eingesetzt. Durch Plasmapherese, eine Blutwäsche, können die Autoantikörper aus dem Blutplasma entfernt werden. Außerdem können Schmerzmittel und Blutdrucksenker eingesetzt werden. Auf UV-Strahlung und die Anti-Baby-Pille sollte verzichtet werden, da dadurch eventuell ein Krankheitsschub ausgelöst werden kann. Durch Kryotherapie (Kälteanwendungen) können die Beschwerden gelindert werden. Möglicherweise kann eine Stammzelltransplantation die Krankheit günstig beeinflussen. |




