Thema: Pfeiffersches Drüsenfieber

Allgemeines
Was ist Pfeiffersches Drüsenfieber? Als Pfeiffersches Drüsenfieber oder infektiöse Mononukleose bezeichnet man eine Virusinfektion, die vor allem bei Kindern und jungen Erwachsenen auftritt und das lymphatische Gewebe (Lymphknoten, Rachenmandeln, Milz) befällt. Rund 95% der Europäer erkranken bis zum Alter von 30 Jahren an der infektiösen Mononukleose. Die Erkrankung verläuft häufig symptomlos. Bei Erkrankung an Pfeifferschem Drüsenfieber während einer Schwangerschaft besteht keine Gefahr für Mutter und Kind.
Ursachen
Pfeiffersches Drüsenfieber wird durch das Epstein-Barr-Virus (EBV), ein DNA-Virus aus der Familie der Herpes-Viren, verursacht. Die Übertragung des Virus erfolgt durch Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt mit erkrankten Personen, besonders der Speichel ist sehr ansteckend. Häufig erfolgt die Ansteckung bei Mund-zu-Mund-Kontakt; daher stammt auch der Name „Kusskrankheit“ . Noch Wochen nach Verschwinden der Krankheitssymptome kann von dem Infizierten eine Ansteckungsgefahr ausgehen.
Symptome
Pfeiffersches Drüsenfieber verläuft in etwa 50% der Fälle symptomlos. Ansonsten beginnt die Erkrankung nach einer Inkubationszeit von 8 bis 21 Tagen mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Lymphknotenschwellungen, Mandelentzündung (Angina), Schluckbeschwerden und Mundgeruch. Die Dauer der Erkrankung kann einige Tage oder Wochen betragen. Bei jungen Erwachsenen tritt meist die anginöse Verlaufsform mit Mandelentzündung und Augensymptomen wie Bindehautentzündung oder Augenmuskellähmungen auf, bei Kindern meist die febrile Verlaufsform mit im Vordergrund stehendem Fieber und Lymphknotenschwellungen. Bei Kleinkindern kann eine abortive Verlaufsform auftreten, die fast symptomlos abläuft. Pfeiffersches Drüsenfieber kann chronisch verlaufen mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwäche und Fieber.
Diagnose
Die Symptome der infektiösen Mononukleose können denen einer Angina oder von Scharlach ähneln. Mit Hilfe von Bluttests ist eine eindeutige Diagnose möglich. Typischerweise ist bei dem Pfeifferschen Drüsenfieber im Blutbild die Anzahl der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) sehr stark erhöht mit 60 – 80% Lymphozyten und Monozyten. Die Lymphozyten sind ein wichtiger Bestandteil der Immunabwehr. Außerdem kann man in Bluttests Antikörper gegen das Virus nachweisen. Antikörper gegen EBNA (Epstein-Barr-Virus-spezifisches-nukleares-Antigen) sind ab sechs Wochen nach Krankheitsbeginn im Bluttest nachweisbar und beweisen eine kürzlich abgelaufene Infektion mit dem EBV.
Therapie
In unkomplizierten Fällen heilt das Pfeiffersche Drüsenfieber ohne Behandlung innerhalb weniger Wochen aus. Die Behandlung besteht in reichlich Flüssigkeitszufuhr, Bettruhe und fiebersenkenden Medikamenten. Auch Wadenwickel können gegen Fieber eingesetzt werden. Aus der Homöopathie sind vor allem zwei Mittel gegen infektiöse Mononukleose bekannt; diese sind Kalium chloratum und Kalium phosphoricum. Bei allgemeiner Schwäche sollte Kalium phosphoricum in D6 angewendet werden. Gegen Fieber stehen zahlreiche homöopathische Mittel zur Auswahl, z.B. Aconitum napellus, Belladonna oder Ferrum phosphoricum. Wenn man selbst homöopathische Mittel auswählt, sollte die Mittelbeschreibung genau gelesen und mit der eigenen Situation verglichen werden. Antivirale Medikamente können bei immungeschwächten Personen oder bei auftretenden Komplikationen, wie Perikarditis oder Enzephalitis, eingesetzt werden. Falls eine zusätzliche Infektion des geschwächten Patienten mit Bakterien erfolgt, wird die Sekundärinfektion mit Antibiotika behandelt. Pfeiffersches Drüsenfieber befällt das Immunsystem. Mit hohen Dosen von Vitamin C und Zink kann das Immunsystem gestärkt werden, ebenso mit Echinaceae-Präparaten. Gegen Müdigkeit und Energiemangel können Produkte mit Ginseng oder Guarana helfen.
























