Thema: Reizdarm

 

Allgemeines

Der Reizdarm gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich. Etwa 15 % der Bevölkerung sollen davon betroffen sein, vor allem Menschen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren und zum großen Teil Frauen.

Ursachen
Die Ursachen für die Beschwerden des Reizdarmsyndroms sind weitgehend unbekannt. Da kein wirklicher Auslöser für die Fehlfunktion im Darm gefunden werden kann, galten die Beschwerden bislang meist als rein psychosomatisch, also psychisch bedingt. Seit man aber entdeckt hat, dass der gesamte Magen-Darm-Bereich von einem dichten Geflecht an Nervensträngen durchzogen ist, die über 100 Millionen Nervenzellen umfassen und als Bauchhirn bezeichnet werden, hat man zumindest einen Erklärungsansatz gefunden. Dieses Nervensystem ist offensichtlich in der Lage, unabhängig von unserem Gehirn Informationen und Sinneseindrücke wahrzunehmen, zu verarbeiten und an das Gehirn weiterzureichen. Wenn dieses Nervensystem gestört ist, meldet es bereits bei einem normalen Speisentransport und Füllzustand eine Überdehnung und damit Schmerzen zurück an das Gehirn. Dieser Vorgang erklärt durchaus eine Reihe der typischen Reizdarm-Symptome. Vor allem scheint emotionaler Stress eine Rolle zu spielen. Da die Bausteine des Bauchhirns mit denen des Gehirns identisch sind, gelangen Informationen über emotionale Störungen auch an Magen und Darm und machen sich dort als Reizdarm und Reizmagen bemerkbar. Daneben gibt es auch entzündliche Erkrankungen des Darms, wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa.

Diagnose
Die Betroffenen leiden unter Bauchkrämpfen, Blähungen, Völlegefühl und Übelkeit. Um Tumore im Darmbereich auszuschließen, kann der Arzt eine Darmspiegelung vornehmen. Es gibt sie als virtuelle Darmspiegelung, bei der ein Computertomograph drei-dimensionale Bilder des Darminneren liefert oder indem der Arzt ein Endoskop einführt und mit einer Mini-Sonde gutartige Polypen sofort entfernt. Auch ein Okkultbluttest kann Erkenntnisse liefern. Magen und Darm arbeiten wieder ruhiger, die Blähungen lassen nach.

Therapie
Ein Reizdarm ist an sich nicht gefährlich oder gar lebensbedrohend. Empfehlenswert ist zur Behandlung eine ballaststoffreiche Ernährung und vor allem der Abbau der emotionalen Belastung. Auch die Verabreichung von Naturheilmitteln wie Medacalm ist recht hilfreich, da der Darm gerade auf pflanzliche Produkte positiv reagiert. Medacalm enthält unter anderem Pfefferminzöl, das neben seiner antibakteriellen Wirkung krampflösend wirkt und beruhigend auf die Nervenbahnen bei einem Reizdarm einwirkt. Auch eine regelmäßige sportliche Betätigung trägt zum emotionalen Ausgleich bei und fördert den Verdauungsvorgang.

 
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