Thema: Scharlach

 Allgemeines
Scharlach tritt vor allem bei kleinen Kindern bis zum 7. Lebensjahr auf und zählt unter den Kinderkrankheiten zu den häufigsten bakteriellen Erkrankungen. Vor allem in der kalten Jahreszeit treten Scharlach-Infektionen gehäuft auf. Gesunde Menschen können den Erreger unbemerkt in sich tragen und Infektionsquelle sein.

Ursachen
Bei Scharlach, auch Scarlatina, handelt es sich um eine Infektion mit Bakterien, genauer den A-Streptokokken „streptococcus pyogenes“. Die Übertragung des Erregers erfolgt durch Tröpfchen-und Kontaktinfektion über Mund und Rachen (Sprechen, Husten, Niesen, Küssen). Eine Übertragung des Erregers kann beim sog. „Wundscharlach“ außerdem über offene Wunden erfolgen.
Die Symptome werden von einem Toxin verursacht, welches die Bakterien bilden und gegen welches man nach einer durchgestandenen Scharlach-Erkrankung immun ist, nicht jedoch gegen den Erreger, weshalb man mehrfach an Scharlach erkranken kann.

Symptome
Plötzlich ansteigendes Fieber bis 41 Grad Celsius 2 bis 3 Tage nach der Ansteckung; Kopfschmerzen, starke Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, evtl. Erbrechen; nach 2 bis 3 Tagen erneut Fieberanstieg und typischer Ausschlag mit vielen roten, rauen, dicht nebeneinanderliegenden, stecknadelspitzengroßen Flecken, die beim Draufdrücken verblassen. Dieser Ausschlag beginnt im Brustbereich und in der Leistengegend und breitet sich über den Körper aus. Erscheint der Ausschlag auch im Gesicht, bleibt das Mund-Kinn-Dreieck frei, der sogenannte „Milchbart“. Nach ein bis zwei Wochen kann sich an Händen und Füßen die Haut schuppen oder sogar in Fetzen ablösen.
Weitere typische Scharlachzeichen sind die geschwollene, belegte Zunge mit leuchtend roten Punkten, auch „Erdbeerzunge“ oder „Himbeerzunge“ genannt, sowie schmerzhafte, geschwollene Lymphknoten an Kiefer und Hals.

Diagnose
Scharlach kann allein mittels Rachenabstrich und Harnuntersuchung vom Arzt gesichert diagnostiziert werden, allerdings sind der typische Ausschlag und eine „Erdbeer- bzw. Himbeerzunge“ wichtige Indizien für Scharlach.

Therapie
Scharlach wird mit Antibiotika behandelt, nach 5 Tagen ist ein scharlachkrankes Kind nicht mehr ansteckend. Ohne Behandlung ist über Wochen eine Übertragung des Erregers möglich. Weiterhin sind Selbsthilfe-Maßnahmen zur Symptomlinderung bei Halsschmerzen, Kopfschmerzen und hohem Fieber anzuwenden: Eispackungen, Gurgeln und schmerzlindernde Lutschpräparate für den Hals, viel Trinken, Bettruhe, Wadenwickel zur Senkung des Fiebers.

Impfung
Gegen Scharlach gibt es keine Impfung , eine Mehrfacherkrankung ist möglich. Scharlachkranke Kinder sollten bis zum Ende der Ansteckungsgefahr zu Hause bleiben.
 
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