Thema: Sexsucht

 

Allgemeines

Sexsucht ist nicht neu - allerdings gilt sie in unserer Zeit besonders als Sucht der Reichen und Schönen, nachdem sich einige Promis als Sexsüchtige geoutet haben. In Deutschland gibt es etwa eine halbe Million Sexsüchtige, etwa 80% davon sind junge Männer im Alter bis 30 Jahren. Bei der Sexsucht handelt es sich um eine nicht-stoffgebundene Sucht und um eine Störung der Impulskontrolle. Die klassischen Suchtanzeichen starkes Verlangen nach dem suchtauslösenden Verhalten, Kontrollverlust, Benutzung von Sex um sich besser zu fühlen, vergebliche Versuche das Suchtverhalten einzuschränken und Entzugserscheinungen, die mit dem Suchtverhalten bekämpft werden, treten bei einer Sexsucht auf, ebenso ein Leidensdruck.

 

Ursachen

Bezüglich der Ursachen von Sexsucht gibt es verschiedene Theorien. Kornelius Roth  beschreibt in seinem Buch "Sexsucht, Krankheit und Trauma im Verborgenen", dass Menschen mit Sexsucht sich selbst nicht als liebenswert empfinden können und häufig mehrfach süchtig sind (Kokain, Ecstasy) oder unter psychischen Problemen wie Depressionen leiden. Häufig soll in der persönlichen Lebensgeschichte ein Kindheitstrauma vorkommen. Grundsätzlich ist jedoch auch bei nicht-stoffgebundener Abhängigkeit wie der Sexsucht ein neurophysiologischer Hintergrund wie bei stoffgebundener Sucht (Drogensucht, Alkoholismus) anzunehmen. Die psychologische Abhängigkeit ist auch bei stoffgebundener Sucht schwieriger aufzulösen als die körperliche Abhängigkeit.

 

Symptome

Sexsüchtige gehen für ihre Sucht hohe Risiken ein, sie setzen ihre Ehe, Freundschaften, ihre Karriere und ihren guten Ruf aufs Spiel. Sie vernachlässigen sexfreie Beziehungen und Lebensbereiche. Weitere Symptome sind  Kontrollverlust und Machtlosigkeit gegenüber dem Suchtverhalten, evtl. Schuldgefühle, starkes Verlangen nach dem Suchtverhalten, Verheimlichung des Ausmaßes des Suchtverhaltens, Entzugserscheinungen wie Nervosität, Unruhe, Schlafstörungen, Gereiztheit und mehrfache vergebliche Versuche das Suchtverhalten einzuschränken.

 

Diagnose

Sexsucht Test erfolgen anhand von Fragebogen, die z.T. im Internet auch als Selbsttest durchgeführt werden können. Die Fragen zielen auf die typischen Anzeichen für Suchtverhalten wie Kontrollverlust, Toleranzentwicklung, Entzugserscheinungen etc.

 

 Behandlung

Bei der Behandlung der Sexsucht haben sich Gesprächstherapie und Traumatherapie bewährt. Besonders hilfreich können hier Selbsthilfegruppen sein wie die Sexoholics Anonymous. Diese Selbsthilfegruppen arbeiten nach dem Zwölf-Schritte-Prinzip der Anonymen Alkoholiker. Auch für Angehörige von Sexsüchtigen gibt es Selbsthilfegruppen nach dem Zwölf-Schritte-Prinzip, das seit langem in vielen Fällen zum Erfolg geführt hat. Während der Therapie sind die ersten drei Monate sexuell völlig abstinent zu verbringen. Weitere Therapiemethoden, die bei Sexsucht helfen können, sind Akupunktur, Hypnosetherapie und Homöopathie. Gegen Suchtverhalten sollen insbesondere die homöopathischen Mittel Avena sativa (Hafer), Ranunculus bulbosus (Knollenhahnenfuß) und Arsenicum album (Arsen) helfen, in einer niedrigen Potenz wie D3. Avena sativa ist für Menschen geeignet, die sich erschöpft und schwach fühlen. Arsenicum album ist ein homöopathisches Mittel mit einem sehr weiten Wirkungsspektrum, es ist geeignet für Menschen, die schnell ermüden und ängstlich sind. Viele Therapeuten setzen Homöopathie in Kombination mit anderen Techniken, z.B. EFT (Emotional Freedom Technique) ein. Klassiche Homöopathen ermitteln durch Repertorisieren ein Konstitutionsmittel, das meist in hoher Potenz verordnet wird. Das Konstitutionsmittel wirkt nicht gegen bestimmte Symptome, sondern gegen die Ursachen des Leidens des Patienten. Auch Blütenessenzen wie Bachblüten oder Australische Blütenessenzen können bei der Suchtbehandlung unterstützend wirken.  

 
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