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Tripper

Allgemeines

Tripper (bzw. Gonorrhoe) ist weltweit eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten. Im Gegensatz zu anderen Infektionskrankheiten kann man im Lauf des Lebens mehrfach an Tripper erkranken; nach überstandener Erkrankung besteht keine Immunität gegen eine erneute Infektion. Da nach dem Infektionsschutzgesetz von 1.1.2001 Tripper-Erkrankungen nicht mehr meldepflichtig sind, stehen zuverlässige Angaben über die Infektionsrate in der deutschen Bevölkerung nicht zur Verfügung. Man vermutet jedoch, dass die Anzahl an Tripper-Infektionen innerhalb der letzten Jahrzehnte stark abgenommen hat, da sich wegen der Gefahr einer HIV-Infektion der Gebrauch von Kondomen durchgesetzt hat.

Ursachen

Tripper ist eine bakterielle Infektionskrankheit mit Neisseria gonorrhoe-Bakterien (bzw. Gonokokken). Da Gonokokken außerhalb des Körpers nicht überleben können, ist eine Ansteckung an Orten wie öffentlichen Toiletten sehr unwahrscheinlich. Die Übertragung erfolgt durch Geschlechtsverkehr. Eine Frau, die während der Schwangerschaft an Tripper erkrankt, kann die Infektion bei der Geburt auf das Baby übertragen. Bei Neugeborenen kommt es dadurch zu einer Bindehautentzündung der Augen (Gonokokkenkonjunktivitis).

Symptome

Die Erkrankung verläuft bei Mann und Frau unterschiedlich. 20% der Männer erkranken bei Kontakt mit einem infizierten Partner; bei einem Drittel der Erkrankten verläuft die Erkrankung symptomarm. Im Gegensatz dazu erkranken 80% der Frauen bei Kontakt mit einem infizierten Partner, rund zwei Drittel davon haben kaum Beschwerden. Erste Anzeichen für einen Tripper sind beim Mann Schmerzen beim Wasserlassen und grünlicher Ausfluss aus der Harnröhre; etwa zwei Wochen später kommen eine Harnröhrenentzündung, grippale Symptome und Gelenkschmerzen hinzu. Die Infektion kann auf Prostata und Nebenhoden übergreifen; dies ist erkennbar durch dumpfe Schmerzen am Damm und Rötung und Schwellung an Nebenhoden und Hoden. Bei der Frau kommt es nach einer Inkubationszeit von zwei bis vier Tagen zu Brennen beim Wasserlassen und Ausfluss infolge einer Gebärmutterhalsentzündung. Im weiteren Verlauf können kolikartige Schmerzen und hohes Fieber auftreten. Bei beiden Geschlechtern kann Tripper zu Unfruchtbarkeit führen.

Diagnose

Der Nachweis der Krankheitserreger erfolgt durch einen Ausstrich aus der Harnröhre; nach Gramfärbung oder Methylenblaufärbung sind die Gonokokken als Diplokokken unter dem Mikroskop erkennbar. Auf Selektivnährböden kann eine Kultur der Erreger angelegt werden; dabei kann auch getestet werden, welche Medikamente gegen die Erreger wirken (Sensibilitätstest). Eine relativ neue Diagnosemethode ist der Nachweis der Krankheitserreger durch DNA-Hybridisierung.

Therapie

Die medikamentöse Behandlung erfolgt mit Antibiotika. Früher wurde Penicillin eingesetzt, heute werden wegen der zunehmenden Penicillinresistenz der Erreger meist andere Antibiotika verwendet. Da Gonorrhoe häufig von einer Infektion mit Chlamydien begleitet wird, erfolgt regelmäßig eine zusätzliche Behandlung mit Doxycyclin. Durch Antibiotikagabe kann eine vollständige Heilung der Krankheit erfolgen. Man sollte die Behandlung jedoch nicht zu früh abbrechen und eine Woche nach Ende der Behandlung eine Kontrolluntersuchung durchführen. Zum Ausschluss einer gleichzeitig bestehenden Syphilis sollte ein TPHA-Test, also eine serologische Untersuchung, durchgeführt werden. Auch der Partner des Patienten sollte sich untersuchen und behandeln lassen. Eine Impfung gegen Tripper existiert nicht. Zur Vorbeugung gegen Gonorrhoe wird die Verwendung von Kondomen empfohlen.



 

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